Was bedeutet ...
< A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z >
|
Extensionsstruktur, bei der entlang einer ca. 60° geneigten Bruchfläche
das Hangende relativ nach unten verschoben wird. |
|
|
Anomalie, geothermische |
Unter besonderen geologischen Voraussetzungen (z.B. Konvektion,
Vulkanismus) entstehende Abweichungen vom durchschnittlichen geothermischen
Gradienten. |
|
Gesteinsschicht, durch dessen Hohlräume Wasser fließen kann. Man unterscheidet Poren-, Kluft- und
Karst- Aquifer. |
|
|
Aufbrechdruck |
Druck, unter dem bei einer hydraulischen Stimulation
Gestein aufreißt. |
|
Bäderkunde. Lehre von der therapeutischen Anwendung natürlicher
Heilquellen, Heilgase und Heilerden (Peloide) in Form von Bädern, Trinkkuren, Inhalationen und Packungen. |
|
|
Bergbau |
Gewinnung fester (oder flüssiger) mineralischer Rohstoffe aus einer Lagerstätte in Bergwerken und Tagebauen. Prinzipiell zählt auch die Förderung von Erdöl und Erdgas zum Bergbau, obwohl die Förderung meist durch Tiefbohrungen erfolgt. |
|
Bergrecht |
Rechtliche Bestimmungen, die den Bergbau betreffen. Die zentrale
Rechtsnorm ist das Bundesberggesetz, das alle bergrechtlichen Fragen von der
Erkundung bis zur Gewinnung eines Rohstoffes, der Schließung eines Bergwerkes
sowie die Zuständigkeit der Bergbehörden regelt. |
|
Ort des untertägigen Rohstoffabbaus. |
|
|
Konversionsverfahren zur indirekten Nutzung einer Wärmequelle, bei dem ein
Arbeitsmittel zum Einsatz kommt, da die direkte Dampf- oder Wassernutzung
nicht möglich ist (s. auch ORC
, Kalina-Prozess
). |
|
|
System aus 2 Bohrungen, wovon in der Regel eine genutzt wird, um (kaltes)
Wasser in den Boden zu verpressen, und die andere, um das (untertage
erhitzte) Wasser an die Oberfläche zu fördern. |
|
|
Äußere, feste Schicht der Erde, mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von 35 - 40 km. |
|
|
siehe Geothermie. |
|
|
Exploration |
In den Geowissenschaften alle Tätigkeiten, die mit der Erschließung von Lagerstätten und Rohstoffvorkommen in der Erdkruste
zusammenhängen. |
|
Flüssigkeit |
|
|
Fördertest |
Hydraulischer Test zur Förderung von Wasser aus tief liegenden
Gesteinsschichten. |
|
Frac |
Künstlich erzeugter Riss im Gestein. |
|
Wissenschaft vom Aufbau, von der Zusammensetzung und Struktur der Erde und
ihrer Entwicklungsgeschichte sowie der Prozesse, die sie formen. |
|
|
Erdwärme, die in der obersten Erdkruste gespeichert ist. Sie bezeichnet die in der Erde gespeicherte Energie, die erschlossen und
genutzt werden kann und zählt zu den regenerativen Energien. |
|
|
Gradient, der den Anstieg der Temperatur mit zunehmender Tiefe angibt,
durchschnittlich 3°C / 100 m. |
|
|
Tektonische Dehnungsstruktur, die von Abschiebungen
begrenzt wird, z.B. Oberrheingraben . |
|
|
Grundwasser |
Unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdkruste zusammenhängend
ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von
der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften
bestimmt wird (Definition nach DIN 4049). |
|
Abkürzung für Hot Dry Rock, siehe auch HFR. |
|
Abkürzung für Hot Fractured Rock. Verfahren zur Nutzung der im Erdkörper enthaltenen Wärme aus heißen, nicht oder unzureichend Wasser führenden Gesteinsschichten. Das Prinzip ist die Herstellung eines unterirdischen Wärmetauschers zwischen mindestens zwei Bohrlöchern, in den kaltes Wasser injiziert, erwärmt und wieder an die Oberfläche transportiert wird. | |
|
Hydrogeologie |
Angewandte Disziplin der Geowissenschaften, die sich mit dem Grundwasser und allen Faktoren, die darauf Einfluss haben, befasst. |
|
Hydrothermale Lösung |
Tiefenwasser, das aufgrund der dort herrschenden
Druckverhältnisse noch bei weit über 100 Grad Celsius flüssig ist. Hydrothermale
Lösungen enthalten oft große Mengen gelöster Gase und Mineralien. |
|
Vom Ingenieur Alexander Kalina entwickeltes Verfahren zur
Energiegewinnung durch Dampferzeugung auf einem niedrigen Temperaturniveau.
Anders als bei einem ORC
wird als Arbeitsmittel ein Zweistoffgemisch, i.d.R. ein
Ammoniak-Wasser-Gemisch, verwendet. |
|
|
Kaverne |
Großer, künstlich geschaffener, unterirdischer Hohlraum. |
|
Kraft-Wärme-Kopplung |
Energieumwandlung, bei der sowohl die im chemischen oder physikalischen
Umwandlungsprozess der Energieträger entstehende Wärme als auch die dabei
erzeugte elektrische Energie genutzt wird. |
Bereiche der Erdkruste mit erhöhten Konzentrationen von festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen . | |
|
Natürliches Wasservorkommen mit hohem Mineral- und Spurenelementanteil. |
|
|
Entwicklung einer mehrdimensionalen Modellvorstellung der
geologischen Strukturen und Einheiten aus den vorhandenen Informationen. |
|
|
Molassebecken |
Vorlandbecken, z.B. im nördlichen Vorland der Alpen. |
|
Von Sonneneinstrahlung, Niederschlägen, Grundwasser und Wärmeleitung des
Gesteins beeinflusste Wärme in oberflächennahen Gesteinsschichten. Da in
diesem Bereich die Temperaturen nicht für eine direkte Wärmenutzung
ausreichen, müssen sie durch eine Wärmepumpe
auf ein geeignetes Temperaturniveau angehoben werden. |
|
|
Tektonischer Graben zwischen Frankfurt a.M. und Basel mit 300 km Länge und ca. 40 km Breite. Zentralsegment einer Grabenbruchzone, die
sich von der Nordsee bis in das westliche Mittelmeer erstreckt. |
|
|
Organic-Rankine-Cycle. Nach William John Macquorn Rankine benanntes
Verfahren zum Betrieb von Dampfturbinen ohne Wasserdampf. Als Arbeitsmittel
werden organische Flüssigkeiten mit einer niedrigen Verdampfungstemperatur
verwendet (siehe auch Kalina-Prozess). |
|
|
Bezeichnung für die Durchlässigkeit von Gesteinskörpern für Flüssigkeiten
oder Gase. |
|
|
Permitting |
Einholung aller notwendigen Genehmigungen zur Durchführung
2D- und 3D- seismischer Messungen (Seismik
) im öffentlichen Raum (u.A. Betretungsgenehmigungen von Privatgrundstücken,
Straßen, Forst- und Landwirtschaftsflächen). Für Konfliktgebiete wie z.B. Landschafts- oder Naturschutzgebiete, Natura 2000 oder Wasserschutzgebiete müssen entsprechende Anträge gestellt werden. Die durchführenden Personen werden Permitter genannt. |
|
Prepermitting |
Erkundung von Leitungen (z.B. Wasser, Erdgas, Öl oder
Überlandleitungen), die durch eine seismische Messung nicht beeinträchtigt
werden dürfen. |
|
Primärenergie |
Energiegehalt von Energieträgern vor ihrer Umwandlung. |
|
Processing |
Bearbeitung seismischer Daten zur Reduzierung /
Eliminierung von Störsignalen, Verstärkung der seismischen Signale und
Verschiebung der seismischen Ereignisse an ihren wahren Ort im
dreidimensionalen Raum. Das Ergebnis ermöglicht eine verbesserte Interpretation
der Strukturen des Untergrundes, da diese klarer dargestellt werden. |
Prospektion | In den Geowissenschaften alle Tätigkeiten, die mit der Suche und Erkundung bisher unbekannter Lagerstätten und Rohstoffvorkommen in der Erdkruste zusammenhängen. |
|
Auch erneuerbare Energie. Bezeichnet Energie aus nachhaltigen Quellen, die
nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Das Prinzip ihrer Nutzung
basiert auf der Abzweigung von Energie aus den in der Umwelt ständig
stattfindenden Prozessen und deren technische Verwertung. |
|
Natürlich vorkommende Materialien (z.B. Kohle, Erdöl, Ton, Kies), die noch keine Aufbereitung oder Bearbeitung erfahren haben. | |
|
Prozentualer Salzgehalt von Wasser. |
|
|
Geophysikalisches Messverfahren zur Erkundung des Untergrundes unter
Verwendung von seismischen Wellen, welche künstlich durch Sprengungen oder
Vibrationen erzeugt werden. |
|
Simulation, geologische | Nachbilden natürlicher Prozesse und ihrer Interaktionen auf der Basis eines geologischen Modells und unter Berücksichtigung mathematisch-physikalischer Gesetzmäßigkeiten. |
|
Verpressen großer Wassermengen zur Erzeugung oder Erweiterung
unterirdischer Risssysteme. In karbonatischem Gestein erfolgt die Stimulation
durch das Einpressen von Salzsäure. |
|
|
Störungen |
Durch tektonische Bewegungen hervorgerufene geologische Bruchflächen, an
denen Gesteinseinheiten gegeneinander versetzt werden. |
|
Lehre vom Bau der Erdkruste
und den Bewegungen und Kräften, die diese erzeugt haben. |
|
|
Teufe |
Aus der Bergmannssprache stammendes Wort für die Tiefe. |
|
Thermalquelle |
Natürliche Quelle, deren durchschnittliche Temperatur höher als die mittlere
Jahrestemperatur des Ortes ist, an dem sie zutage tritt. |
|
Thermalwasser |
Natürlich austretendes oder durch Bohrungen erschlossenes warmes Wasser
mit Temperaturen über 20 Grad Celsius am Austrittsort (Definition nach den
"Begriffsbestimmungen für Kurorte, Heilbäder und Erholungsorte"). |
|
Tiefengeothermie |
Erschließung geothermischer Energie aus großer Tiefe zur wirtschaftlichen
Nutzung. (Strom, Wärme, Bereitstellung von Prozesswärme für die Industrie).
Die Erschließung erfolgt über Tiefbohrungen. Wasserführende (Aquifere) oder trockene Gesteinsschichten dienen als Wärmeträger, aus denen heißes
Wasser gefördert wird. Zur geothermischen Stromerzeugung gelangen so genannte
Binärverfahren zum Einsatz (s. auch ORC und Kalina-Prozess). |
|
Bevorratung flüssiger oder gasförmiger Energieträger oder Rohstoffe in
natürlichen oder künstlich geschaffenen Hohlräumen in tief liegenden geologischen Formationen oder Aquiferen. |
|
|
Maschine, die Wärme unter Aufwand von Arbeit von einem niedrigen auf ein
höheres Temperaturniveau transportiert. In der Regel nutzen Wärmepumpen eine
Wärmequelle mit geringer Temperatur zur Verdampfung eines Kreislaufmediums
und geben die Wärme nach Zufuhr von Verdichterenergie auf einem höheren
Temperaturniveau ab. |
|
|
Wasserhaushaltsgesetz |
Rahmengesetz des Bundes, das zusammen mit den Wassergesetzen der Länder
den Kern des deutschen Wasserrechts bildet. Das Wasserhaushaltsgesetz enthält
Bestimmungen über Schutz und Nutzung von Oberflächengewässern und des
Grundwassers sowie Vorschriften über den Ausbau von Gewässern und die
wasserwirtschaftliche Planung. |
|
Wirkungsgrad |
Verhältnis von Leistungsertrag zu Leistungseinsatz. |

