Thermalwasser

Wasser aus der Tiefe

Zur direkten Verwertung von Wasser aus Geothermieprojekten zählt sein Einsatz in Thermalbädern, die bereits in der Antike für Bade- und Heilzwecke genutzt wurden und damit die älteste Form geothermischen Energiegebrauchs darstellen. Heute wird die therapeutische Anwendung natürlicher Heilquellen in Form von Bädern, Trinkkuren oder Inhalationen als Balneologie (Bäderkunde) bezeichnet.

Einen besonderen Status besitzen dabei Wässer, die nach den Qualitätsstandards für die Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbrunnen als Heil- bzw. Mineralwässer staatlich anerkannt werden. Voraussetzung dafür ist ein erhöhter Gehalt an gelösten mineralischen Stoffen, die bei Heilwässern per Definition eine Mindestkonzentration von 1g/l aufweisen müssen.

Die Thermalwasserversorgung von Schwimmbädern kann bei Geothermieprojekten mit energetischem Schwerpunkt in der Regel ergänzend realisiert werden.